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Buntes Holzspielzeug – Besser für mein Kind?

Kinder mit Spielsachen, Foto: Deutsches Lackinstitut/akz-oakz-o Junge Eltern entscheiden sich bei der Auswahl von Spielzeug für ihre Kleinsten immer häufiger für Spielwaren aus Holz. Meldungen über schädliche Inhaltsstoffe in Kunststoffspielzeugen haben viele Eltern verunsichert. Aber auch bei Holzspielzeug stellen besorgte Eltern oft die Frage nach den Farben, mit denen Bauklötze, Schaukelpferd oder Spielfiguren beschichtet sind. Sind sie ungefährlich für mein Kind?

 „Vor allem Kleinkinder in den ersten drei Lebensjahren kommen mit ihrem bunten Spielzeug sehr intensiv in Kontakt“, erklärt Michael Bross, Geschäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt/Main. „Sie erforschen ihre Spielsachen im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen. Sie nehmen sie in den Mund, lutschen, knabbern und kratzen daran herum. Verantwortungsvolle Eltern müssen deshalb auch beim Einkauf von Holzspielzeug einige Dinge beachten. Man sollte sich vergewissern, wo es gefertigt wurde und mit welchen Farben es beschichtet ist.“

Holzspielzeug mit allen Sinnen prüfen

Grundsätzlich sollte man auf die Verwendung von schadstofffreien Farben und Materialien achten. „Zudem sollten sich Eltern beim Spielzeugkauf Zeit nehmen und die Spielwaren vor dem Kauf ausgiebig prüfen“, empfiehlt Bross. „Gerade bei beschichtetem Holzspielzeug kann man beispielsweise mit den Fingern daran reiben und wird so schnell feststellen, ob die Farbe abblättert oder abfärbt. Ist das der Fall, dann ist das Spielzeug nicht geeignet. Auch der ‚Nasentest’ kann hilfreich sein. Dünstet das Spielzeug einen unnatürlichen Geruch aus, gehört es ebenfalls nicht ins Kinderzimmer.“ Viele Spielzeughersteller in Deutschland verwenden heute spezielle Spielzeuglacke auf Wasserbasis. Sie enthalten keine Lösemittel und sind außerdem äußerst stoß-, kratz- und schlagfest.

Europäische Norm für Spielzeuglacke

Zwar müssen Spielzeughersteller in der EU ihre Produkte nicht gesetzlich von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen, wie dies beispielsweise in den USA und Japan der Fall ist. Doch gibt es mit der EN 71 eine Europäische Norm zur Sicherheit bei Spielzeugen, in der Grenzwerte für Stoffe in Kinderspielzeug festgelegt sind. Alle Spielzeuge, die hierzulande angeboten werden, müssen dieser Sicherheitsnorm entsprechen. Bei den Lacken für Holzspielzeug werden Pigmente verwendet, die die geforderten Grenzwerte deutlich unterschreiten. Das Prüfzeichen CE belegt, dass das Spielzeug der EN 71 in allen Punkten entspricht. Mit dem Hinweis GS/Proof zeigen die Hersteller an, dass dies von einem unabhängigen, anerkannten Testinstitut überprüft wurde. „Wer ganz sichergehen will, kauft unbehandeltes Holzspielzeug, das man dann mit speziellen Spielzeuglacken aus dem Fachhandel, die der EN 71 entsprechen, zu Hause selbst beschichten kann“, rät Bross. „Diese Lacke enthalten keine Lösemittel, sind speichel- und schweißecht und stellen selbst beim Verschlucken kleinerer Partikel keine Gefahr für die Gesundheit des Kindes dar.“

 

Quelle: akz, Foto: Deutsches Lackinstitut/akz-o, 11.07.2014



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